Kinder kommen zu ihren Eltern um sich geborgen zu fühlen.
Wir Menschen sind soziale Wesen. Das heißt wir brauchen andere Menschen um uns wohl und vor allem um uns sicher zu fühlen. Das ist auch der Grund warum unsere Kinder nachts bei uns Schutz suchen. Egal durch welchen Grund.
Woher das kommt und warum genau das so ist erfahren Sie hier. Natürlich wie immer mit praktischen Tipps.
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Ist das nicht erfüllt, fühlen sich unsere Kinder ängstlich, unwohl und hilflos. Wird das Sicherheitsbedürfnis unserer Kinder nicht ausreichend erfüllt, kann es sogar zu Entwicklungsproblemen kommen.
Im Großen und Ganzen können wir davon ausgehen, dass das Sicherheitsbedürfnis erfüllt ist, wenn wir oder andere Bezugspersonen für unsere Kinder da sind. Aber besonders nachts, wenn unsere Kinder in einem eigenen Zimmer schlafen ist das eben nicht so.
Über den richtigen Zeitpunkt fürs eigene Zimmer erfahren Sie in diesem Artikel mehr.
Ganz einfach. Wir sind nicht im selben Raum. Stimmt, dass ist tagsüber oft auch nicht der Fall. Aber unsere menschlichen Sinne sind für Dunkelheit nicht so gut geeignet. Wir sehen schlechter(und manchmal Dinge die es nicht gibt) und nehmen plötzlich Geräusche war die wir tagsüber nicht hören. Das erzeugt bei unseren Kindern häufig Angst und sie suchen bei uns Schutz.
Alpträume sind natürlich auch ein häufiger Grund weswegen unsere Kinder in der Nacht Angst haben und unsere Nähe suchen um ihr Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen. Das ist durchaus bis in die Pubertät möglich und nicht ungewöhnlich.
Gerade in der Nacht verarbeiten unsere Kinder, wie auch wir, Erlebtes vom Tag und verbinden es mit Gesehenen, Phantasien oder Gedanken zu teils absurden und unheimlichen Träumen. Generell kommt mit ungefähr 4 Jahren auch Angst vor Phantasiegestalten, wie Monster dazu. Das ist nichts ungewöhnliches, beeinflusst aber den Schlaf unserer Kinder negativ.
Auch wenn wir Erwachsene es oft nicht so wahrnehmen, sind für unsere Kinder viel mehr Dinge aufregender als für uns Erwachsene. Oft reichen schon Kleinigkeiten, die sie dann lange beschäftigen und auch in ihren Träumen immer wieder auftauchen. Und wie wir schon gehört haben suchen unsere Kinder dann einen sicheren Hafen. Uns und unser Bett.
Nachtschreck (Nachtterror) ist eine Form von Schlafstörung bei Kindern. Dabei kann das Kind wenige Stunden nach dem Einschlafen schreien, um sich schlagen, die Augen weit aufreißen, aber niemanden erkennen und sich weder wecken noch trösten lassen. Mehr über die Ursachen von Nachtschreck, wie Sie dabei reagieren sollten und wann Sie zum Arzt müssen, lesen Sie auf netdoktor.de.”
Ab ungefähr 3 - 4 Jahren bekommen unsere Kinder mit, das wir nicht gleichzeitig ins Bett gehen wie sie. Unter Umständen hören Sie auch Fernsehergeräusche oder anderes beim Einschlafen. Wenn Sie dann mitten in der Nacht aufwachen hören Sie plötzlich nichts mehr von den gewohnten Einschlafgeräuschen.
Panik steigt auf und Mama und Papa werden heimgesucht. Ein bisschen auch als Sicherheitscheck, ob wir auch da sind. Alleine sein ist für kleine Kinder, und nachts auch noch für größere Kinder, nämlich noch mit starker Angst behaftet. Sind sie dann bei uns ist alles wieder verflogen und sie fühlen sich sicher und geborgen.
Trennungsängste lassen erst ab 7 Jahren langsam nach.
Hier heisst es auf Gewohnheit setzten. Auch alleine schlafen will gelernt sein und hat gute und schlechte Phasen. Je mehr Stress und Aufregung ein Kind hat, desto schlechter wird es auch schlafen. Es wacht öfter auf und kommt dann unter Umständen zu Ihnen ins Bett. Auch Entwicklungsschübe sind so eine Zeit in der Kinder schlechter schlafen. Einfach weil sich sehr viel im Gehirn tut.
Aber je gewöhnlicher es ist für Ihr Kind in eigenem Bett zu schlafen desto besser.
Routinen sind gut, Ausnahmen aber auch. Wenn klar geregelte Ausnahmen gibt, wie Fieber, oder ähnliches, fällt es Ihrem Kind leichter diese zu akzeptieren.
Ihr Kind schläft umso schlechter, je müder es ist
Wenn Sie Ratschläge benötigen wie Sie mit übermüdeten Kindern umgehen können, lesen Sie einfach in diesem Artikel nach.
Versuchen Sie diese extra Kuscheleinheiten zu genießen und nicht genervt zu sein wenn Ihr Kind zu Ihnen kommt. Es tut es, weil es Sie liebt und bei Ihnen Sicherheit und Nähe sucht.
Insgesamt ist die Zeitraum nicht lang in dem die kleinen Füßlein zu Ihnen ins Bett trippeln. Bald sind unsere Kinder groß genug und finden das selber peinlich. Aber natürlich ist es auch okay, wenn Sie Ihren Schlaf brauchen. Elternschlaf ist eindeutig besser ohne Kinder im Bett. Ihr Kind nimmt keinen Schaden weil es im eigenen Zimmer schlafen soll.