Es sind schwierige Situationen. Meist dann, wenn wir Eltern ohnehin gestresst sind, drehen unsere Kinder auch so richtig auf. Manche Kinder haben entdeckt, das nachäffen uns Eltern meistens nervt, aber auch, dass wir nicht viel dagegen tun (können). Hier habe ich aber ein paar Tipps, was Sie tun können, wenn Ihr Kind Sie nachäfft und Sie an Ihre Grenzen stoßen.
Meist ist dieses Verhalten in der Trotzphase zu beobachten. Die Trotzphase dauert von 2 Jahren bis ungefähr zum 5. Lebensjahr. Meist so kurz vor dem Schuleintritt haben unsere Kinder schon viele Erfahrungen gesammelt. Sie sind nun sehr viel selbstständiger als zuvor, sie schaffen viele Projekte, die sie sich vornehmen schon besser und alleine. Dadurch haben sie auch mehr Freiheiten.
Der Trotz und das unbändige Verlangen nach Freiheit nehmen nun also allmählich ab. Auch die Kontrolle der eigenen Gefühle gelingt immer besser und ist der Situation meist angepasst. Das alles führt dazu, dass unsere Kinder nicht mehr so oft an ihre Grenzen stoßen und wenn, können Sie besser damit umgehen.
In dieser Zeit entdecken Kinder allerdings auch, wo die Grenzen anderer liegen. Und vorzugsweise testen sie das an uns Eltern. Das Nachmachen hat viele wichtige Funktionen. Unsere Kinder lernen dadurch die meisten ihrer Fähigkeiten.
Im Kindergarten entdecken sie dann aber auch, dass es eine Art Spiel sein kann. Es wird also nachmachen gespielt. Und wie das bei Spielen so ist, werden dabei auch gerne die Grenzen ausgelotet. So entdecken unsere Kinder, dass andere nachmachen für sie selbst lustig ist und andere meist dazu bringt, auf irgendeine Art zu reagieren.
Natürlich wird das dann auch gleich an Mama und Papa getestet. Da uns diese Spielewelt meist sehr fern ist, wissen wir oft nicht wie wir darauf reagieren sollen. Viele Elten machen erstmal gar nichts. Bis es sie sehr nervt und sie schließlich dementsprechend reagieren.
Aber was genau können wir Eltern tun, wenn uns unsere Kinder nachäffen oder wir uns auf andere Art provoziert fühlen?
Wenn Ihr Kind nicht auf Sie hört, dann ist es im Moment wahrscheinlich in irgendeiner Art sehr aufgebracht. Darum ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind zuallererst beruhigen. Dabei können die folgenden Herangehensweisen helfen:
Unsere Kinder verhalten sich nicht mit böswilliger Absicht so. Manchmal ist es wohl Absicht, aber es steckt das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit dahinter und nicht das Bedürfnis „böse“ zu sein. Das hilft uns zwar nicht unmittelbar, dennoch hoffe ich es hilft Ihnen gelassener zu bleiben. Was nicht nachsichtiger meint, aber dennoch ruhig.
Mit schimpfen und drohen kommen wir in solchen Situationen meistens nicht sehr weit. Wenn unsere Kinder sehr aufgedreht sind, eskalierte s die Situation meist nur. Deswegen empfehle ich immer bestimmte Gelassenheit. Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan. Dennoch ist es meist der schnellste Weg unseren Kindern die Hilfe zu geben die sie brauchen und unsere eigenen Nerven zu schonen.