Der Selbstwert ist ein Teil unseres Selbstkonzepts. Also ein Bestandteil des Bildes was wir über uns selbst und unsere Fähigkeiten haben. Sprechen wir von Selbstwert oder auch Selbstwertgefühl meinen wir zumeist den globalen Selbstwert, der alle Teilbereiche enthält.
Der Selbstwert wird maßgeblich durch die Kultur in der wir leben, durch den Erziehungsstil und durch die Zuschreibung von Leistung beeinflusst. Bei all diesen Bereichen können wir ansetzen, um unseren Selbstwert zu verbessern.
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Schon im Vorschulalter haben die meisten Kinder ein gutes Selbstwertgefühl. Kinder ab ungefähr vier Jahren sind schon recht gut darin Perspektiven anderer zu übernehmen. Sie vergleichen sich nun auch immer öfter mit anderen. So kommt es zu einem immer genaueren Bild über sich selbst. Gerade bei jüngeren Kindern geschieht dies oft noch sehr extrem. Also entweder ich kann es ganz gut oder gar nicht. Ihr denken ist noch sehr schwarz-weiß. Ab dem Schulalter können unsere Kinder die Signale anderer immer besser einschätzen und sammeln so auch Erfahrungen darüber was andere von ihnen erwarten.
In der mittleren Kindheit, also ab ca. Mitte der Volksschule, haben Kinder schon sehr viel Erfahrungen und Rückmeldungen über sich selbst gesammelt. Nun werden Freunde und Gleichaltrige wichtig. Vergleiche werden hauptsächlich mit gleichaltrigen Kindern gezogen und so weitere Informationen über das eigene Können gesammelt. Kinder in diesem Alter überschätzen sich aber noch recht oft.
Ab ca. 12 Jahren ist das Konzept das wir über uns selbst haben dann relativ stabil, besonders was den Leistungsbereich betrifft. Das Selbstbild schon sehr realistisch.
Für Kinder sind allerdings nicht alle Bereiche gleich wichtig. Meist ist das äußerliche Aussehen in der späten Kindheit und Jugend sehr wichtig für das Selbstbild.
Prinzipiell zeigt sich in Studien, dass es einen positiven Einfluss auf das Selbstwertgefühl hat, je mehr Aktivitäten man erfolgreich nachgeht.
Je nachdem was in der Kultur, in der wir leben, als wichtig erachtet wird ist auch maßgebend für unseren Selbstwert. In unseren Breiten sind das Aussehen und die schulische oder berufliche Leistung sehr wichtig. Der Vorteil in unserem Kulturkreis ist das Lob. Wir sagen zwar das Eigenlob stinkt, aber trotzdem tun wir es. Wir loben andere, vor allem außerhalb der Familie, eher selten und uns unsere Kinder dafür umso mehr. Das mag nicht ”nobel” sein, aber gesund für den Selbstwert.
Hier spielen auch Geschlechtsunterschiede eine Rolle. Auch in unserer Gesellschaft werden bestimmte Fähigkeiten eher Jungen zugeschrieben und andere eher Mädchen. In Studien zeigte sich, dass Mädchen tatsächlich auch in diesen Bereichen, zum Beispiel Sprache, mehr Selbstwert besitzen als Buben im gleichen Alter. Diese hatte es zum Beispiel in Mathematik. Und das eigentlich interessante ist, dass die Kinder gleiche schulische Leistungen hatten. Also trotz objektiv gleicher Leistung hatten sie geschlechtsbezogen einen besseren bzw. schlechteren Selbstwert in den ihnen zugeschriebenen Fächern.
Im generellen Selbstwert unterscheiden sich Mädchen und Buben allerdings nicht. Nur in den einzelnen Unterbereichen. Insgesamt wiegen sich diese aber anscheinend auf.
Kinder, die autoritativ erzogen wurden, haben in Studien einen deutlich besseren Selbstwert. Das sind Kinder die altersgerechte Aufgaben selbst erledigen dürfen, die durch Erklären lernen und deren Eltern liebevoll, geduldig und aufmerksam sind, sowie auf Bedürfnisse sensibel reagieren. Für Kinder, die so erzogen werden ist es einfacher das eigene Verhalten richtig einzuschätzen, da die Eltern begründete angemessene Erwartungen an sie haben.
Wenn Eltern kontrollierend sind vermitteln sie Ihrem Kind, dass sie vieles nicht können. Das kann sein, weil sie ihre Kinder nichts zutrauen oder auch weil sie ihrem Kind alles abnehmen wollen. Also, weil sie über beschützend oder überfürsorglich sind. Wir Menschen neigen aber dazu sich einfach andere Quellen zu suchen. So auch beim Selbstwert.
Bieten Eltern keine Chance Erfahrungen über das eigene Können und die Erwartungen daran zu sammeln, suchen gerade Kinder verstärkt bei Gleichaltrigen danach. Das ist natürlich ein Risiko, da es viel weniger altersgerechte Erwartungen gibt, sondern fast ausschließlich soziale Vergleiche.
Aber Achtung, auch ein zu nachsichtiges und übersteigertes Lob ist nicht gut (Wie Sie Ihr Kind effektiv loben können, erfahren Sie in diesem Artikel). Ist der Selbstwert übersteigert, glaubt man mehr zu können als das eigentlich der Fall ist. Die Enttäuschung ist dann natürlich groß, wenn etwas nicht gelingt. Frustration macht sich breit. Bei Kindern kann das natürlich durchaus auch in Aggressionen münden.
Warum war ich erfolgreich? Diese Frage stellen wir uns unbewusst alle.
Menschen mit einem schlechten Selbstwert schieben es Glück zu, wenn ihnen etwas gelingt. Hingegen sind sie eher der Meinung, dass sie für eine Aufgabe zum dumm waren oder zu ungeschickt, wenn ihnen etwas nicht gelungen ist. Werden Misserfolge statt Erfolge dem eigenen Können zugeordnet nennen wir das "erlernte Hilflosigkeit". Wir kennen das im Allgemeinen als Minderwertigkeitsgefühl oder Minderwertigkeitskomplex. Eine schwierige Aufgabe wird schnell abgebrochen ohne, dass man es wirklich versucht hat.
Ausschlaggebend sind dabei das Verhalten von Erwachsenen die wir bzw., unsere Kinder als wichtig erachten. Die folgenden Aussagen können hier problematisch sein:
Wir sollten die Fähigkeiten loben und keine Persönlichkeitseigenschaften. Ist der Erfolg Resultat der Persönlichkeit, kann das zur Meinung führen, dass wir daran nicht ändern können. Es ist eben so wie es ist. Aber genau so sollte Erfolg ja nicht gesehen werden. Er sollte verdient und erarbeitet sein. So kann man selbst Einfluss darauf nehmen.
Bei Rückschlägen, stellt man eher seine Kompetenz infrage. Aussagen wie: ”Dazu bin ich einfach zu dumm” kommen so eher zustande und beeinflussen den Selbstwert natürlich sehr negativ.
Besondere Lehrer haben einen starken Einfluss auf unseren Selbstwert. Lehrer, die hilfsbereit sind und das Verstehen als wichtiger erachten als die reinen Noten, vermitteln Kindern deutlicher, dass sie sich an ihren Fähigkeiten orientieren sollen und diese auch durch Anstrengung steigern können.
Bei Ihnen selbst
Bei unseren Kindern
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Bei unseren Kindern
Ein guter allgemeiner Selbstwert ist sehr wichtig. Durch einen starken Selbstwert gelingt es uns viel leichter unser Leben in Bahnen zu lenken, welche unserer Vorstellung entsprechen. Vertrauen wir auf unsere eigenen Fähigkeiten, können wir ein selbstbestimmtes Leben führen und mit Herausforderungen, Misserfolg, aber auch mit Krisen leichter zurechtkommen.
Durch einen guten und gesunden Selbstwert packen wir die Ziele auch selbst an, die wir erreichen wollen. Wir unterschätzen uns nicht, aber wir überschätzen uns auch nicht. Das kann natürlich vorkommen. Aber selbst wenn uns eine Aufgabe nicht gelingt, können wir mit einem guten Selbstwert gestärkt daraus hervorgehen und im Idealfall auch was daraus lernen. Manchmal einfach auch nur über sich selbst und über unsere eigenen Grenzen.
Durch einen schwachen Selbstwert unterlassen wir vieles. Wir trauen uns selbst nichts zu und glauben auch vieles nicht selber machen zu können. Demzufolge sind wir uns auch als Mensch nichts wert. Das ist eine sehr gefährliche Sichtweise. Im schlimmsten Fall führt diese Sichtweise zu Depression, was schwerwiegenden Folgen haben kann.
Ein starkes Selbstwertgefühl ist für das erfolgreiche Bewältigen unserer Laufbahn enorm wichtig. Egal ob es sich um Schule, Beruf oder um den Privatbereich handelt. Wir haben es in der Hand unseren Selbstwert aufzubauen, wenn wir es brauchen. Auch unsere Kinder können wir so in der Entwicklung eines starken Selbstwerts unterstützen. Lassen Sie die Chance nicht verstreichen und verschieben Sie es nicht nach hinten.